Alte Fotos restaurieren: die Reihenfolge, die funktioniert
Die meisten Menschen kommen nicht mit einem Foto, sondern mit einer Schachtel. Und Schachteln scheitern nicht an der Technik, sondern an der Reihenfolge: Wer mit dem schwierigsten Stück anfängt, hört nach zwei Abenden auf.
Diese Seite ist ein Arbeitsplan für einen Nachlass, ein Album oder eine Schublade. Der Teil, den wir übernehmen, steht darin an dritter Stelle — die ersten beiden Schritte kosten nichts und Sie machen sie selbst.
Erstens: sichten, aber grob
Drei Stapel genügen: unbedingt, vielleicht, gar nicht. Nicht sortieren, nicht beschriften, nicht datieren — das ist die Arbeit, an der jedes Vorhaben stecken bleibt, und sie geht später am Bildschirm dreimal schneller.
Nasse, schimmelige oder klebende Aufnahmen kommen sofort auf einen eigenen Stapel und getrennt von allen anderen. Sie sind der einzige Teil der Schachtel, bei dem Warten aktiv schadet.
Zweitens: scannen, in einem Rutsch
600 dpi, den ganzen Abzug samt Rand, jede Automatik aus. Mehr Auflösung bringt bei Papierabzügen nichts außer Wartezeit, und die Wartezeit ist der Grund, warum die zweite Hälfte der Schachtel nie drankommt.
Scannen Sie in Sitzungen von einer halben Stunde, nicht in Marathonabenden, und legen Sie mehrere kleine Abzüge gleichzeitig auf die Fläche. Der Ratgeber zum Scannen enthält den Rest.
Sichern Sie die Rohscans, bevor Sie irgendetwas damit tun: einmal auf dem Rechner, einmal woanders. Alles Weitere lässt sich daraus wiederherstellen, umgekehrt nichts.
Drittens: reparieren lassen, was Schaden hat
Nicht alles braucht eine Reparatur. Eine bloß alte Aufnahme ohne Riss, Fleck oder Ausbleichen ist fertig, sobald sie gescannt ist.
Für den Rest: ein Foto kostenlos hier, damit Sie sehen, was zurückkommt, und danach ein Paket für den Stapel „unbedingt“. Das ist die Stelle, an der wir vorkommen, und es ist eine von vier Aufgaben.
Viertens: beschriften, jetzt erst
Wer noch lebt und Namen kennt, sollte gefragt werden, solange es geht — das ist der einzige Teil des ganzen Vorhabens mit einer Frist. Notieren Sie Namen, Ort und Jahr zur Datei und nicht auf dem Abzug.
Auf die Rückseite eines Abzugs gehört, wenn überhaupt, ein weicher Bleistift und nur an den Rand. Kugelschreiber drückt durch, Filzstift schlägt durch.
Was Sie sich sparen können
Teure Aufbewahrungssysteme, bevor die Schachtel gescannt ist. Ein kühler, trockener Schrank im Innern der Wohnung leistet mehr als jedes Zubehör.
Das Kolorieren von Schwarzweißaufnahmen, jedenfalls als Ersatz für eine Reparatur. Es ist eine Deutung und keine Wiederherstellung.
Den Versuch, alles an einem Wochenende zu erledigen. Zweihundert Aufnahmen sind sechs bis acht Sitzungen, und das ist in Ordnung.
Fragen
- Womit fange ich an, wenn ich nur wenig Zeit habe?
- Mit den beschädigten Aufnahmen und mit denen, deren Namen nur noch eine lebende Person kennt. Alles andere kann warten, diese beiden Gruppen nicht.
- Lohnt sich das Scannen bei stark beschädigten Aufnahmen überhaupt?
- Gerade dort. Der Scan hält den Zustand fest, in dem die Aufnahme heute ist, und schlechter wird sie danach nur noch auf Papier.
- Und die Negative?
- Zum Schluss, dafür gründlich. Negative sind meist besser erhalten als die Abzüge und brauchen einen Scanner mit Durchlichteinheit — ein eigener Arbeitsgang, nicht Teil dieses.
Der dritte Schritt, kostenlos ausprobiert
Scannen Sie eine beschädigte Aufnahme aus dem Stapel „unbedingt“ und schicken Sie sie her. Eine Reparatur kostenlos, ohne Karte, und danach wissen Sie, ob sich das Paket lohnt.
Ein Foto kostenlos reparierenWenn das Ergebnis nicht der Mensch ist, an den Sie sich erinnern, erstatten wir den Betrag zurück.